i
Wichtiger Hinweis: Diese Reihe ersetzt keine Rechtsberatung. Sie hilft dir, das Begutachtungsverfahren zu verstehen, die Qualität eines Gutachtens einzuordnen und dich vorzubereiten. Für rechtliche Fragen wende dich an einen Fachanwalt für Familienrecht.
Themenübersicht · Vortragsreihe

Familienpsychologische Gutachten — Der Leitfaden

verstehen · bewerten · anfechten

Die vollständige Reihe in 10 Hauptthemen und 100 Folgen — vom Rechtsrahmen über die Methoden der Begutachtung bis zur Anfechtung. Fundiert auf den Standardwerken der Familienrechtspsychologie, praxisnah erklärt.

100
Folgen
10
Hauptthemen
~10
Min je Folge
📖
Das Buch zur Reihe · von Marcus Jähn

Die vollständige Vorbereitung auf ein familienpsychologisches Gutachten

Auf Amazon ansehen →
So ist die Reihe aufgebaut

10 Hauptthemen · je 10 Folgen

Die Reihe baut aufeinander auf: vom rechtlichen Rahmen über Auftrag, Qualifikation und Qualitätsstandards zu den Methoden der Datenerhebung, den zentralen Kernkonstrukten, der Befundbildung und schließlich der Anfechtung. Du kannst sie der Reihe nach durcharbeiten oder gezielt einsteigen.

1
Hauptthema 1 · 10 Folgen

Das Gutachten im familiengerichtlichen Verfahren

Rechtsrahmen und Funktion: Was ein Gutachten ist, wann das Gericht es anordnet und welche Rolle Richter, Jugendamt und Verfahrensbeistand spielen.

1.1Was ist ein familienpsychologisches Gutachten — und was nicht?
1.2Wann ordnet das Gericht ein Gutachten an?
1.3Verfahrensarten: Sorge, Umgang, Gefährdung, Rückführung
1.4Die Rolle des Richters: Beweiswürdigung statt Durchwinken
1.5Rechte der Eltern: Akteneinsicht, Mitwirkung, Ablehnung
1.6Verfahrensbeistand und Jugendamt — wer macht was?
1.7Anhörung des Kindes — Gericht und Gutachter im Unterschied
1.8Beschleunigungsgebot vs. Sorgfaltspflicht
1.9Kosten, Verfahrenskostenhilfe und wer am Ende zahlt
1.10Internationaler Vergleich der Begutachtung
2
Hauptthema 2 · 10 Folgen

Auftrag, Fragestellung und Auswahl des Sachverständigen

Wie die Beweisfrage entsteht, wer den Gutachter auswählt, wie man Befangenheit geltend macht und was im Beweisbeschluss stehen muss.

2.1Die richterliche Beweisfrage: Warum jedes Wort zählt
2.2Vom Rechtsbegriff zur psychologischen Fragestellung
2.3Suggestive vs. ergebnisoffene Fragestellungen
2.4Wer wählt den Sachverständigen aus? (§ 30 FamFG, § 404 ZPO)
2.5Vorschlagsrecht und Mitsprache der Beteiligten
2.6Befangenheitsgründe und wie man sie geltend macht
2.7Der Beweisbeschluss — was muss drinstehen?
2.8Erweiterung der Fragestellung — wann zulässig?
2.9Sonder-, Ergänzungs- und Obergutachten
2.10Der einvernehmensorientierte Begutachtungsansatz
3
Hauptthema 3 · 10 Folgen

Qualifikation, Berufsethik und die Person des Sachverständigen

Wer überhaupt begutachten darf, welche Titel zählen, wo Therapie und Gutachten strikt getrennt werden — und woran man einen seriösen Gutachter erkennt.

3.1Wer darf Gutachten erstellen? (BDP, DGPs, Rechtspsychologie)
3.2Approbation, Diplom, Master — was die Titel bedeuten
3.3Postgraduale Studiengänge und Fachpsychologe Rechtspsychologie
3.4Berufsethik: Neutralität, Unabhängigkeit, Sorgfalt
3.5Rollenkonflikte: Therapeut, Berater, Gutachter
3.6Auskunftspflicht im Gutachten vs. Schweigepflicht in Therapie
3.7Schweigepflichtentbindung — was unterschreibt man?
3.8Hilfskräfte und Co-Gutachter — Grenzen der Delegation
3.9Haftung und Verantwortung des Sachverständigen
3.10Wie erkenne ich einen seriösen Gutachter? Checkliste
4
Hauptthema 4 · 10 Folgen

Mindeststandards und Qualitätskriterien

Die Mindestanforderungen 2019, die psychometrischen Gütekriterien, der multimethodale Ansatz — und was zu tun ist, wenn ein Gutachten sie nicht erfüllt.

4.1Die Mindestanforderungen 2019 — Entstehung, Träger, Zweck
4.2Wissenschaftlichkeit, Transparenz, Nachvollziehbarkeit
4.3Die Gütekriterien — Validität, Reliabilität, Objektivität
4.4Testkuratorium 2017 und DIN 33430
4.5Die APA-Guidelines — internationaler Standard
4.6Der multimethodale Ansatz — eine Methode reicht nicht
4.7Die BVerfG-Checkliste zur Verwertbarkeit
4.8Die Trennung von Befund und Bewertung
4.9Mindestanforderungen der einvernehmensorientierten Begutachtung
4.10Wenn ein Gutachten die Standards verfehlt — was tun?
5
Hauptthema 5 · 10 Folgen

Datenerhebung I — Akten, Exploration, Anamnese, Kindesgespräch

Die klassischen Datenquellen: von der Aktenanalyse über das Elterninterview und die Anamnese bis zum Gespräch mit dem Kind, Hausbesuchen und Drittinformationen.

5.1Aktenanalyse — die unterschätzte Datenquelle
5.2Auftragsannahme und Kontaktaufnahme zu den Beteiligten
5.3Exploration der Eltern — das halbstandardisierte Interview
5.4Anamnese — Lebensgeschichte, Bindung, Erziehung
5.5Kindesgespräch I — Altersangemessenheit, Setting, Rapport
5.6Kindesgespräch II — Fragetechnik, Suggestion, Aussagewert
5.7Hausbesuche — das Lebensumfeld als Datenquelle
5.8Drittinformationen I — Lehrer, Erzieher, Kita
5.9Drittinformationen II — Ärzte, Therapeuten, Jugendamt
5.10Vom Datum zum Befund — Auswertung und Plausibilität
6
Hauptthema 6 · 10 Folgen

Datenerhebung II — Beobachtung, Bindungs- und Testdiagnostik

Verhaltens- und Interaktionsbeobachtung, die zentralen Bindungsverfahren und die Testdiagnostik bei Eltern und Kindern — inklusive Verfälschungsproblematik.

6.1Verhaltensbeobachtung — Grundlagen und Indikatoren
6.2Interaktionsbeobachtung — Settings und Methoden
6.3EKIP, H-MIM, MKK, CARE-Index — Interaktionsverfahren
6.4Fremde-Situations-Test, Bindungsmuster, Still-Face
6.5Bindungsdiagnostik im Vor- und Schulalter — GEV-B, SAT, BISK
6.6Testdiagnostik beim Kind — Übersicht und Verhältnismäßigkeit
6.7Testdiagnostik bei Eltern — Erziehungsverhalten und -fähigkeit
6.8EBSK und CAPI — Elternbelastungsscreening
6.9Klinische Testverfahren und die Verfälschungsproblematik
6.10Methodenkombination und Validierung
7
Hauptthema 7 · 10 Folgen

Kernkonstrukte I — Kindeswohl, Kindeswille, Kindeswohlgefährdung

Die drei zentralen Begriffe: rechtlich definiert, psychologisch gefüllt und in der Rechtsprechung ausgelegt — bis zu Hochkonflikt und Loyalitätskonflikt.

7.1Kindeswohl als Rechtsbegriff — GG, BGB, SGB VIII, UN-KRK
7.2Familienrechtspsychologische Definition (Dettenborn/Walter)
7.3Kindliche Grundbedürfnisse — Existenz, Bindung, Wachstum
7.4Kindeswohlkriterien — kindbezogen und elternbezogen
7.5Der Kindeswille — Definition, Stadien, Mindestanforderungen
7.6Kindeswille und Rechtsprechung — Anhörungsalter, BVerfG
7.7Beeinflussung und Suggestion — induzierter Kindeswille
7.8Kindeswohlgefährdung — § 1666 BGB und die BGH-Definition
7.9Erscheinungsformen der Gefährdung — Misshandlung bis MbpS
7.10Hochkonflikt und Loyalitätskonflikt bei Trennungsfamilien
8
Hauptthema 8 · 10 Folgen

Kernkonstrukte II — Bindung, Erziehungsfähigkeit, Persönlichkeitsstörungen

Bindungstheorie und Bindungsmuster, das Konstrukt Erziehungsfähigkeit, Bindungstoleranz sowie Erziehung bei psychisch belasteten Eltern.

8.1Bindungstheorie — Bowlby, Ainsworth, Feinfühligkeit
8.2Vier Bindungsmuster — sicher bis desorganisiert
8.3Bindungsstörungen — F94.1/F94.2 vs. unsichere Muster
8.4Erziehungsfähigkeit als Konstrukt — Definitionen, Dimensionen
8.5Autoritatives Erziehungsverhalten — die vier Grundtypen
8.6Bindungstoleranz und Bindungsfürsorge
8.7Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit der Eltern
8.8Erziehungsfähigkeit bei psychisch erkrankten Eltern
8.9Borderline und Narzissmus im Familienrechtskontext
8.10Sucht, Hochkonflikt und kumulative Risiken
9
Hauptthema 9 · 10 Folgen

Bewertung, Synthese und Befundbildung

Wie aus Daten ein nachvollziehbarer Befund wird: Trennung von Ergebnis und Bewertung, Aggregationsprinzip, Kindeswohlprognose und die häufigsten Fehler.

9.1Strikte Trennung — Ergebnisdarstellung vs. Bewertung
9.2Der Dreierschritt im Befund — Konstrukt, Daten, Bewertung
9.3Aggregationsprinzip — das Prinzip der Mehrfachbelege
9.4Die Salzgeber-Gliederung des Befunds
9.5Die Kindeswohlprognose — was wird prognostiziert?
9.6Grenzen der Prognose — Längsschnitt und Multifinalität
9.7Hypothesenbildung und Falsifikation — Alternativen ernstnehmen
9.8Beantwortung der gerichtlichen Fragen — psychologisch, nicht juristisch
9.9Unrichtige Gutachten und § 839a BGB — die Haftung
9.10Die häufigsten Begutachtungsfehler — eine Synthese
10
Hauptthema 10 · 10 Folgen · Abschluss

Verwertung, Anfechtung und Gegengutachten

Der Abschluss der Reihe: Verwertbarkeit, mündliche Erörterung, das methodenkritische Gegengutachten und der Weg von der Beschwerde bis zum EGMR.

10.1Verwertbarkeit — § 37 Abs. 1 FamFG, freie Beweiswürdigung
10.2Mündliche Erörterung — § 411 Abs. 3 ZPO, Art. 103 GG
10.3Ergänzungs-, Zweit-, Ober- und Privatgutachten
10.4Methodenkritisches Gegengutachten — keine eigene Befundung
10.5Privatgutachten — Status, Verwertbarkeit, Kosten
10.6Besorgnis der Befangenheit — auch nachträglich
10.7Beschwerde gegen die Entscheidung — §§ 58 ff. FamFG
10.8Verfassungsbeschwerde — Art. 6, 2 und 19 Abs. 4 GG
10.9EGMR-Beschwerde — Art. 8 EMRK, Recht auf Familie
10.10Synthese und Abschluss der 100-teiligen Reihe
Das Buch zur Reihe · Marcus Jähn

Die vollständige Vorbereitung auf ein familienpsychologisches Gutachten

von Marcus Jähn, Autor

Wenn ein familienpsychologisches Gutachten ansteht, geht es um das Wohl deiner Kinder – und um deine Rolle als Elternteil. Dieses Buch bündelt das Wissen der gesamten Reihe: Was du wissen, fragen und verteidigen musst. Praxisnah, fundiert und ohne juristisches Fachchinesisch.

  • Strukturierte Vorbereitung auf jedes Gespräch
  • Typische Fallen erkennen und vermeiden
  • Qualität von Gutachten beurteilen
  • Strategien für die Anfechtung
🛒 Jetzt auf Amazon bestellen
Persönliche Beratung

Du steckst mitten im Verfahren?

Ein Coaching-Gespräch kann den entscheidenden Unterschied machen – fundiert, vertraulich, auf deinen Fall zugeschnitten.

Termin buchen →