Dieser Bereich dient der Psycho-Edukation / dem Lernen “Wie funktioniert Bindung?”Â
Wir alle sind soziale Wesen und sehnen uns förmlich danach, mit anderen Menschen / Lebewesen / mit der Umgebung in Kontakt zu kommen.
Manchmal klappt dies nicht so gut, dann mal wieder etwas besser.
Anstatt dies nun aber dem Zufall zu ĂĽberlassen, kommt tritt die moderne Psychoanalyse auf den Plan und versucht, unsere Interaktionen untereinander zu verstehen und ein wenig zu systematisieren – ohne die Individualität des Einzelnen zu stark einzuschränken.
Da wir alle “herrlich unvollkommen” sind, knirscht es bei Jedem irgendwann in seinem Leben.Â
Sollte es bei Dir etwas mehr knirschen als bei anderen (egal ob in der Realität oder von Dir so gefĂĽhlt) dann sei Dir sicher: du bist nicht verrĂĽckt, sondern verrĂĽckt….Â
NEIN, das war jetzt kein Schreibfehler!Â
Das erste VerrĂĽckt bezog sich auf die Ansicht der AuĂźenwelt ĂĽber Dich.
Das zweite VerrĂĽckt meint, dass Du von der Spur der “gesellschaftlichen Norm / Normalität” ein wenig verrĂĽckt Dein Leben fĂĽhrst.
Und wenn Du durch Deine Lebensweise anderen keinen Schaden zufĂĽgst, dann hast Du das Recht, Dein Leben auch weiter so zu fĂĽhren, wie Du es fĂĽr richtig hältst.Â
Wenn Du aber den starken Wunsch verspĂĽrst, Dein Leben zu verändern, dann bist Du besonders bei dieser Rubrik genau richtig!Â
Psychotherapie ist zwar kein Wundermittel (“Augen zu und es wird besser….”) aber sie funktioniert nach einem System welches in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter verbessert wurde und kĂĽnftig noch wird.Â
Psychotherapie hat ein Ziel: Dich zu dem “normalen Alltagsgespräch” in unserer Gesellschaft zurĂĽck zu bringen dem Du im Moment noch vielleicht aus der Distanz zusiehst.
Das Bild auf der rechten Seite ist ein Vergleich dafür: Der wunderschöne Fluss ist das Ziel. Der Weg zurück zu diesem Fluss wird durch das Leitungssystem der Psychotherapie gesteuert und Du kommst zielgerichtet und schneller an Dein Ziel.
Psychotherapie ist
zielgerichtetes Sprechen
um Dich zum Alltag zurĂĽck zu fĂĽhren
Normalerweise denken wir systematisch über ein Problem nach. Wir zählen mögliche Ursachen auf, erläutern Beginn Entwicklung und Zuspitzung des Problems, so gut wir es können und bemühen uns dann, Änderungsmöglichkeiten zu finden. Für viele Probleme ist das auch eine sehr sinnvolle Vorgehensweise.
Der Grund dafür ist, dass uns eine Reihe von Motiven unseres Handelns oder Nichthandelns (Hemmungen) nicht bewusst sind. Unser Handel ist unsere Persönlichkeit – unser ganzes ich.
Um diesen unbewussten HintergrĂĽnden auf die Spur zu kommen, mĂĽssen wir uns einer ganz anderen, ungewohnten, unsystematischen Form des Denkens bedienen, die von Freud “freie Assoziation” genannt wurde und die sich seit ĂĽber 100 Jahren bewährt hat. Â
Bei der freien Assoziation verzichten wir auf jedes systematische Wenn-Dann-Denken.Â
Wir geben uns Gedanken, GefĂĽhlen und Fantasien so hin, wie sie in uns auftauchen
Komplett unabhängig davon, ob sie uns wichtig oder unwichtig, angenehm oder schmerzlich, moralisch korrekt oder einfach nur “doof” vorkommen.
Es ist, als säßen 2 Reisende in einem Zug, der eine am Fenster, der andere weiter hinten im Abteil. Der am Fenster beschreibt dem anderen, was er draußen vorm Fenster vorbei gleiten sieht. Da er nichts mit dem Blick festhalten kann, bleibt ihm nur, die vorbeigleitenden Eindrücke zu beschreiben, ohne einen bestimmten Eindruck herausgreifen oder eingehender betrachten zu können.
Man nimmt keine Bewertung / Gewichtung vor!
Â
Genauso lassen Patienten bei der freien Assoziation Gedanken, GefĂĽhle und Fantasien vor ihrem inneren Bildschirm vorbei ziehen und schildern es dem Therapeuten. Genau dieses vorbehaltlose Vorbeiziehenlassen und das Aussprechen von Vorstellungen, an denen wir unter normalen Umständen allzu rasch “vorbeidenken”, fĂĽhrt erfahrungsgemäß allmählich dazu, jenen unbewussten HintergrĂĽnden immer näher zu kommen.
Meist dauert es einige Zeit, diese Technik zu erlernen. Wer sie aber beherrscht, ist nach dem Ende seiner Therapie selbst in der Lage, eigenen emotionalen Problemen wesentlich besser auf den Grund zu gehen, braucht also den Therapeuten nicht mehr dafür.
In einer psychoanalytischen Therapie legt sich der Patient auf eine bequeme und breite Couch. Das Ziel ist, dass sich der Klient entspannt und auch ein Stück geborgen fühlt. Der Therapeut sitzt typischerweise hinter (!) dem Kopf des Patienten, kann also von diesem nicht gesehen werden.
Wozu ist das gut?Â
Eigene Gedanken: Wenn sich zwei Menschen gegenĂĽber sitzen, – wie meist in einem normalen Gespräch –  beobachten sie einander und sie registrieren, welches der angeschnittenen Themen und Gedanken den GegenĂĽber interessiert und welches nicht. Oft genĂĽgt ein als “gelangweilt” gewerteter Blick oder das Verschwinden eines Lächelns, um uns einen Gedankengang nicht weiter verfolgen zu lassen.
Studien haben gezeigt, dass dieser Effekt auch bei bestem Willen nie ganz auszuschalten ist.
Deshalb wird in der Psychoanalyse der Blickkontakt “ausgeschaltet”. Es erleichtert dem Patienten, seinen wirklich eigenen Gedanken nachzugehen, unabhängig davon, ob sie den Therapeuten zu interessieren scheinen oder nicht.
Ein Vergleich:
Ein bisschen wirkt das , wie wenn ein Kind abends im Bett liegt und seinen Eltern von seinem Tag erzählt. Auch das ist beabsichtigt. Denn der Patient soll in der Therapie ja ein Stück weit in die Kindheit zurückgeführt werden, in die Zeit der Prägung seines Charakters. (das Kind-Ich aus der Transaktionsanalyse). Um Hemmungen, Ängste oder grundlegende Haltungen zu verändern, die fest in unseren Charakter eingegraben sind, ist es notwendig, bis zu den Situationen zurück zu gehen, in denen wir sie uns angeeignet haben.
Das etwas kindliche Liegen auf der Couch erleichtert es, zu diesen Punkten zu gelangen, aber auch, uns von dort in eine andere Richtung weiter zu entwickeln.
vollzogen werden. Deshalb nennt man diese Behandlungen auch “modifizierte (veränderte) psychoanalytische Therapien”.
Schau Dir auch meine Videos zu diesen Themen an:Â
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Viele Menschen haben sicher schon die Erfahrung gemacht, dass sich Gefühle, innere Stimmungen oder körperliche Befindlichkeiten nur schwer oder gar nicht in Worte fassen lassen. Für manche inneren Zustände verfügt unsere Sprache einfach über keine Worte. Teilweise gibt es zwar Worte, aber diese beschreiben ein Erleben nur sehr unzureichend oder verallgemeinernd.
Um diesem Problem abzuhelfen, nutzt Psychotherapie das sog. bildhafte Denken. / Die „Katathym Imaginative Psychotherapie“ nach dem Göttinger Prof. Leuner / auch Symboldrama genannt. Es hat die Menschheit schon oft voran gebracht.
Eine Geschichte kennen viele aus dem Physikunterricht:
Newton zermarterte sich ĂĽber Wochen den Kopf, ohne durch systematisches Denken und Ableitungen zu einem Ergebnis zu kommen. Er verordnete sich eine Pause und setzte sich in seinen Garten, um zu entspannen. Als er dort einen Apfel vom Baum fallen sah, kam ihm die Erleuchtung zum Gravitationsgesetz und er hatte seine Formel.
In der Psychotherapie nutzen wir deshalb Fantasien, Träume oder auch Märchen aus.
So enthält jedes Märchen einen Lösungsvorschlag für den in ihm abgebildeten Konflikt.
Das Märchen zeigt über mehrere Symbole einen Ausweg aus dieser inneren Schwierigkeit.
Das Märchen vom Rotkäppchen und dem Wolf zeigt in der Transaktionsanalyse:Â
Träume dienen nicht nur der Verarbeitung von Vergangenem, sondern auch dazu, uns mehr oder weniger angemessen auf  Zukünftiges vorzubereiten. Wenn ich etwa vor einer Reise träume, am Flughafen ohne Tickets da zu stehen und dadurch den Urlaub zu verderben, werde ich am Morgen als erstes prüfen, ob ich die Tickets auch wirklich eingesteckt habe.
 Die Beziehung zwischen dem Psychotherapeuten und dem Patienten spielt eine sehr wichtige Rolle – oft ist diese noch wichtiger als die angewandte Behandlungstechnik….
Sie sollte am Beginn von gegenseitigem Vertrauen und einem gewissen Mindestmaß an Sympathie gekennzeichnet sein, damit sich der Patient überhaupt öffnen und über Inhalte sprechen kann, die schmerzlich oder schambesetzt sind, über die er also nur mit sehr wenigen Menschen überhaupt sprechen wird. Im Verlauf der Therapie wird die therapeutische Beziehung aber auch immer wieder einmal zum Spiegel von Konflikten.
Der amerikanische Psychotherapeut Watzlawik hat anhand einer recht “schönen Geschichte” einmal versucht, zu veranschaulichen, worum es in Beziehungen geht:Â
Ein Mann braucht einmal einen Hammer, um ein Bild aufzuhängen und beschlieĂźt, diesen vom Nachbarn aus dem 5. Stock borgen zu gehen. Während er nun die Treppen hinauf steigt, gehen ihm allerhand Gedanken durch den Kopf. “Vielleicht hält Herr MĂĽller gerade einen Mittagsschlaf und fĂĽhlt sich gestört von mir, oder er hat Besuch. Möglicherweise wird er abfällig von mir denken, weil ich nicht einmal einen Hammer zu Hause habe. Er macht so einen handwerklichen Eindruck, so etwas könnte ihm sicher nie passieren, dass er ein Werkzeug borgen muss. Ăśberhaupt scheint er mich nicht sehr zu schätzen, weil er manchmal so etwas komisch kuckt, wenn wir uns grĂĽĂźen.”
Oben klingelt er und sagt voll Grimm: “Ach Herr MĂĽller, behalten Sie doch Ihren blöden Hammer fĂĽr sich!”
In der Psychotherapie steht dem Patienten mehr Raum als irgendwo sonst zur VerfĂĽgung, um ĂĽber diese Fantasien zu sprechen und sich ĂĽber diese – teilweise in Bruchteilen einer Sekunde völlig automatisiert ablaufende Vorstellungs- und Gedankenketten – klarer zu werden.
Am einfachsten geschieht dies innerhalb der therapeutischen Beziehung selbst. Denn von seinen Beziehungen “drauĂźen” kann der Patient letztlich erzählen, was er will. Bei dem, was zwischen Patient und Therapeut geschieht, ist der Therapeut unmittelbar dabei, kann also aus seiner Sicht viel besser mitreden.
Sollte sich ein Patient Fragen über seinen Therapeuten stellen, sich wundern, warum er etwas tut oder lässt, oder sich gar ärgern, tut er in seinem eigenen Interesse gut daran, den Mut aufzubringen, es anzusprechen.
Gerade bei Ă„rger ĂĽber den Therapeuten liegt es nahe, die Therapie abzubrechen.
Gerade bei Ärger ist der Patient erfahrungsgemäß jedoch in seiner Beziehungsgestaltung zum Therapeuten an einer sehr wichtigen Stelle angelangt und sollte eben deswegen die Therapie gerade hier nicht abbrechen, sondern das bestehende Problem freimütig ansprechen.
Der Psychotherapeut wird ihm antworten, aber – was manche Patienten verwirrt – nicht sofort. Zunächst wird er sich nach Vermutungen und Fantasien des Patienten erkundigen, warum er sich so oder so verhalten hat.
Täte er das nicht, sondern würde er seinem natürlichen Impuls folgen und sofort auf die Frage antworten, wie er es privat macht, dann würde er dem Patienten den Raum nehmen, um sich über seine Beziehungsfantasien und Einstellungen bewusst zu werden.
Auch hier handelt es sich also um eine bewusste Veränderung einer normalen Kommunikationssituation.
Ăśber 90% der Menschen welche einen Therapeuten aufsuchen befinden sich in einer Unordnung im Leben.
Durch einen strukturierten Blick von auĂźen mit den entsprechenden Ăśbungen kommt man wieder in die Tugend, die Ordnung zurĂĽck.
Schauen Sie sich meinen Beitrag ĂĽber das Strukturieren des Lebens einmal in Ruhe an. Ich wĂĽrde mich freuen, Ihnen hierbei helfen zu dĂĽrfen!
Herzliche Grüße, Ihr Marcus Jähn
Thomas Harris (Facharzt und Professor fĂĽr Psychiatrie) hatte mit Eric Berne die Transaktionsanalyse begrĂĽndet und auch in der Praxis immer wieder erprobt. Wo Eric Berne sehr in der Theorie aufgeht, erklärt uns Thomas Harris in einer sehr lebendigen Art und Weise, dass die Transaktionsanalyse in unserem Alltag einen wichtigen Beitrag leisten kann. Hier sind Themen wie Kindererziehung, Ehe, Depression und andere psychische Probleme, Gewaltfreie Kommunikation, Spannungen durch Religion und Kultur die Grundlage seiner Studien.Â
Ein tolles Buch zur Selbstreflexion. Ich vergleiche es sehr gerne mit einem SchlĂĽssel um das Schloss der eigenen Handlungsrituale zu öffnen. Mit diesem Buch werden die “DrehbĂĽcher des eigenen Verhaltens” sichtbar.
Es sind viele Bereiche, die wir ansprechen können: Angefangen vom Umgang Borderline oder einer anderen belastenden Störung, aber auch ĂĽber Future Faking, Love Bombing und Gaslighting die immer häufiger in unsere Gesellschaft zu beobachten sind.Â
Ich möchte aber nicht nur über Fragen sprechen, sondern auch praxisgerechte Lösungen anbieten:
Buchen Sie sich einfach auf meinem Online-Kalender ein Zeitfenster oder nutzen Sie mein klassisches Kontaktformular um mit mir in Verbindung zu treten. Ich freue mich auf Sie. Ihr Marcus