Schriftzug Marcsu Jähn

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Fallbeispiel: Wie verhalte ich mich als Partner/Angehöriger, wenn der Borderliner auf die „schwarze Seite“ kippt?

 

Immer wieder kontaktieren mich Personen, welche mit einem Borderliner entweder familiär oder in einer Partnerschaft zusammen leben…

 

Die Verzweiflung ist dann in Wort und in Schrift buchstäblich greif- und spürbar.

      • „Wie soll man sich verhalten?“
      • „Woher kommt das alles?“

Der Hintergrund dieses Beitrages ist wieder mal ein Fallbeispiel aus der Praxis… Die Angehörige eines männlichen Borderliners kontaktiert mich in ihrer Not da ihr geliebter Mann (diagnostizierter Borderliner) in den Phasen wenn er sich auf der „weißen Seite“ befindet, stets der beste Ehemann der Welt ist. Jedoch in den Phasen der „schwarzen Seite“ (ein allgemein üblicher Sprachgebrauch um die zwei Seiten der Spaltung zu beschreiben) lebt er vollkommen an allen Regeln und Werten zwischenmenschlichen Verhaltens vorbei. In diesen „dunklen Phasen“ hat die Frau dann verständlicherweise sehr große Angst vor ihm und seinen unlimitierten Handlungen …

Welchen Rat kann man solch einem verunsicherten Angehörigen geben? Gibt es überhaupt einen allgemein gültigen Rat?

Mit dieser Frage möchte ich nachher diesen Beitrag auch beenden… Jedoch sollten wir vorab erst einmal vier andere wichtige Bereiche gemeinsam besprechen:

  • Teil 1. Borderline – eine Überlebenstaktik, welche nicht jedes Kind entwickelt oder entwickeln kann.

Es ist wichtig zu wissen, dass Borderline nicht vererbt wird und dass kein Mensch mit einer Borderline – Persönlichkeitsstörung auf die Welt kommt! Das Verhalten eines Borderliners ist lediglich nur eine von mehreren Varianten in der Reaktion auf Angst und Schreckzustände in der frühesten Kindheit… Wie kann ich dies verstehen?

Mit dem Zeitpunkt der Geburt/der Entbindung ist jedes Kind erst einmal auf der Suche nach Bindung! Kommt diese Bindung nicht zustande, sind die Umstände für das Baby überwältigend beängstigend … Das Kind fällt in eine buchstäbliche Todesangst! Dieser Todesangst begegnet jedes Kind mit seiner ihm ganz eigenen Strategie… Ein Borderliner hat u.a. die Fähigkeit die nicht jedes Kind hat … Diese nennen wir „Abspaltung / Spaltung der Persönlichkeit“

Was ist mit dieser Spaltung eigentlich gemeint?

Jenes „Spalten“ ist eine Fähigkeit! Und zwar auf einen beängstigenden Zustand in irgendeiner Form ganz speziell zu reagieren… Wird das Kleinkind – ich spreche hier vom jüngsten Alter im Bereich von 1 bis 3 Jahren – mit einer bedrohlichen Situation konfrontiert, erlebt es diese immer (!) mit einer Todesangst… Diese Todesangst – ich kann dieses Wort nicht oft genug betonen – kann das Kind noch nicht in Worte fassen, jedoch ist diese Angst genauso intensiv!

Ein kleines Kind hat gar keine Chance selbst für sein Leben zu sorgen… Ist die aller nächste Bindungsperson aber in seinem Verhalten für das Baby verängstigend, dann gibt es nicht nur keine Bindung, sondern zusätzlich auch noch eine Bedrohung!

Und diese Bedrohung durch die aller nächste Bindungsperson, versetzt das Kind in eine Todesangst!

Viele Kinder fangen dann an zu weinen und frieren ihre Gefühle ein… 
Andere Kinder fangen an zu schreien und werden aggressiv… 
Weitere Kinder haben Angst und distanzieren sich komplett von ihrer Bindungsperson – bilden sozusagen eine antisoziale Persönlichkeit aus…

Ein Kind mit der Fähigkeit zur Spaltung, macht jedoch folgendes:

In dem Moment, wenn die wichtige Bindungsperson (nennen wir sie jetzt der Einfachheit halber generell die Mutter) nun in bedrohlicher Form an das Kind herankommt, sieht es mit seiner Fähigkeit zur Spaltung nur noch das Böse. Es kann sich nicht daran erinnern, dass die Mutter ein paar Minuten oder Stunden vorher noch eine zärtliche und liebevolle Person war…

In der Regel wird die Mutter dann auch nach einiger Zeit wieder eine liebende oder gütige Mutter… Die Fähigkeit zur Spaltung versetzt das Kind nun jedoch in die Lage, in diesem Moment nur noch und einzig und allein das Gute in der Mutter zu sehen. Es hat das Schlechte der Mutter komplett abgespalten! Diese Fähigkeit der Spaltung hilft dem Kind in den guten Momenten (nennen wir sie die weißen Momente) sich zu erholen und die Mutter nur noch als perfekt, engelsartig und gütig zu betrachten…

Dies hört sich auf der einen Seite recht gut an, hat aber einen gigantischen Nachteil: Wenn die Mutter (denke immer daran, dass die Mutter in meinen Beiträgen nur als Platzhalter/Symbol für die engste Bindungsperson steht) am nächsten Zeitpunkt dann wieder auf die „schwarze Seite“ fällt, dann ist für das Kind nur noch die Todesangst vorherrschend… Dann wirkt die Mutter nur noch wie ein dämonischer Todesengel (du spürst, in welcher Panik das Kind dann ist) und die Angst ist vielfach stärker als bei einem Kind welches sich daran erinnert, dass seine Mutter sowohl gute als auch schlechte Seiten hat…

Borderline und die Spaltung… Ich kann nicht oft genug wiederholen, dass dies ein Überlebens – Schritt ist, welchen das Kind in seiner frühsten Kindheit von sich aus – wenn auch unbewusst – selber wählt…

Kein Kind ist wie das andere … Das eine Kind entwickelt ein zurückhaltendes Verhalten, ein anderes Kind wird fremdaggressiv, Borderliner werden auto – aggressiv nehmen die Angst in sich hinein und „spalten“ das was sie sehen in Gut und Böse.

Mit dem autoaggressiven Verhalten meine ich folgendes: Die Angst friert immer stärker in den Erfahrungen des Kindes ein… Das Kind speichert diese Erfahrungen gewissermaßen in seiner Erinnerung ein und lässt diese – wenn überhaupt – nur an sich selber heraus…

Daraus entwickelt sich dann die Aggression gegen den eigenen Körper und oft wird dann beobachtet, dass sich diese Menschen dann in ihrer größten Belastung schneiden (ritzen/schnippeln) um entweder durch den Blutfluss oder den Schmerz wieder eine Erleichterung von ihren inneren Ängste zu verspüren… 

Du siehst, auch das Verhalten eines Borderliners hat eine Ursache! Jedoch ist die Ursache nicht der Borderliner selber! Es ist ein Überlebensschritt den das kleine Kind unbewusst wählt, wenn der Druck und die Qual von außen zu stark wird…

Ein Borderliner kommt aber niemals als Borderliner zur Welt! Seine Umgebung macht ihn dazu, indem er erst einmal eine Qual verspürt und sich dann (im Gegensatz zu vielen anderen Menschen) zu der Spaltung als Lösung hinwendet… 

Teil 2. Was ist diese Spaltung? Was bewirkt sie in der Umgebung?

 

Im Endeffekt haben wir diesen Teil 2 bereits begonnen … Lass uns dieses Thema nun miteinander weiter vertiefen.

Das Kind entscheidet sich – zwar unbewusst jedoch ist dies für sein weiteres Leben stark bestimmend – bei großer Angst entweder nur (!) das Schlechte oder nur (!) das Gute bei einem Menschen auszublenden um sich und seine kleine Seele vor dessen gewalttätigen Exzessen zu schützen… 

Das hatte im Kleinkindalter eine wichtige Schutz- und Hilfsfunktion gehabt… Im fortgeschrittenen Alter / im Erwachsenenalter kann dieser – am Anfang noch sehr hilfreiche Abwehrmechanismus – gravierende negative Folgen für den Borderliner selber und auch seine Umgebung haben…

Schauen wir uns noch einmal kurz die neuen Kriterien an, nach welchem wir Borderline seit dem ICD – 10 diagnostizieren: Du kannst diese hier in dem Schaubild an der Seite noch einmal sehen…

Durch das Spalten kann ein Borderliner eine Situation nicht mehr in seiner umfänglichen Gesamtheit – mit seinen sowohl positiven, seinen negativen und auch den dazwischen liegenden Grautönen erkennen… Für ihn ist das Verhalten seiner Umgebung entweder nur (!) engelsartig weiß und gut oder nur (!) „dämonenhaft“ schwarz und schlecht…

Dieses gravierende Auseinanderfallen einer Gesamtbeurteilung in Fragmente ist für die Umgebung überhaupt nicht fassbar… und genau dieses nicht fassbare macht der Umgebung jetzt Angst und der Betroffene wird in der Folge als Psychopath oder pathologisch Kranker bezeichnet…

Bei einem Kleinkind fällt diese Spaltung noch nicht so stark auf, jedoch hat dies später – im Erwachsenenleben – eine so starke Auswirkung, dass man als Außenstehender nicht mehr drüber hinwegsehen kann.

Der Unterschied zwischen einem Kind mit Spaltung und einem Erwachsenen mit Spaltung ist folgender: Wenn ein Kind vor einem Menschen Angst hat, dann wird es in der Regel von den anderen beruhigt…  Wenn ein Erwachsener vor einer anderen Person / einer Situation plötzlich panische Angst hat (für alle anderen eine grundlose Angst) dann wird er nicht in den Arm genommen! Er wird eher weggestoßen… Wenn du dich jetzt in diesen Menschen der weggestoßen wird hineinfühlst, dann spürst du seine immer immer immer größer werdende Verzweiflung… Wird seine Verzweiflung dann immer größer und kann diese von der Umgebung nicht mehr nachvollzogen werden, dann entsteht eine noch größere Kluft und der Betroffene wird in der Folge davon als pathologisch Kranker abgestempelt…
Durch dieses Abstempeln entsteht dann ein Teufelskreislauf! Spürst du das Problem, welches sowohl für den Borderliner selber als auch für seine Umgebung dadurch entsteht?

Was solltest du dir aus diesem Punkt zwei merken?

Spaltung bedeutet, dass selbst der Erwachsene nicht mehr die Fähigkeit hat, seine Umgebung in ihrer Ganzheitlichkeit mit seinen sowohl guten, seinen negativen aber auch mit seinen Grautönen zu erkennen…

Dieses entweder nur in schwarz oder nur in Weiß zu sehen, ist grundsätzlich falsch – das wissen wir alle – auch ein Borderliner weiß dies! War dies aber im Kleinkindstadium das einzige Mittel zum Überleben, so ist dies später die Ursache der Borderline-Irritation … Die Probleme mit der Umgebung sind damit vorprogrammiert…

Auch wenn dieser Teil zwei nun sehr kurz betrachtet wurde, so sollte er dir fest im Hinterkopf bleiben! Es ist der Anfang eine Lösung … eine Lösung für ein Problem was in unserer Gesellschaft immer stärker wird!

Es wird geschätzt, dass 2,7 % der Gesamtbevölkerung die Kriterien einer Borderline – Persönlichkeitsstörung erfüllen… Nach der traditionellen Herangehensweise des ICD – 10 müssen fünf von neun dieser Kriterien zumindest einen deutlichen Leidensdruck erzeugen damit die Diagnose BPS Borderline-Persönlichkeitsstörung gestellt werden kann …

Wie es sich nach dem ICD – 11 verhält, habe ich in einem anderen Video ausreichend erklärt, indem dort zuerst einmal die Dimension – leicht/mittel schwer/schwer– der Persönlichkeitsstörung erfasst wird um dann in sechs unterschiedliche Schwerpunkte die Persönlichkeitsstörung hin weiter verfeinert zu diagnostizieren. 

Teil 3 – Der „standfeste Leuchtturm“ und „das Schiff in Seenot“

Dieser Teil 3 ist im Endeffekt nichts anderes als ein Vergleich / eine Metapher / ein Bild, um zu zeigen wie ich mich als Angehöriger innerlich und äußerlich einem Borderliner in seiner „schwarzen Phase“ zu verhalten habe…

Welche zwei Aufgaben hat nun ein Leuchtturm?

      • Zum einen muss er regelmäßig und immer und immer wieder ein gleichmäßiges Signal abzugeben… Dieses Signal erfolgt beim Leuchtturm in Form einer Kombination von Scheinen / Blitze und Blinken und ist seine ganz eigene Kennung. Es weist ihn dadurch genau als den einen Leuchtturm von zum Beispiel Ameland, Amrum oder Sylt aus… 
        In einem Leuchtfeuerverzeichnis kann dann anschließend nachgeschaut werden, welcher Turm dies dann ist…

         

      • Der zweite wichtige Auftrag den ein Leuchtturm hat ist es, dass er immer fest an seinem Platz bleibt! Seine Position ist einzuhalten – egal ob bei Wind / Wetter oder sonstigen widrigen Umgebungseinflüssen.

        Und gerade dieser zweite Punkt ist für uns im Umgang mit einem Borderliner sehr sehr wichtig! Wohlmeinende Angehörige und Partner fühlen sich fast immer dazu gedrängt, dem Borderliner in seiner schwarzen Phase sehr viel und auch intensive Unterstützung zu geben – was menschlich betrachtet ja auch sehr gut ist… In seiner schwarzen Phase ist ein anderes Vorgehen jedoch deutlich effektiver und das möchte ich dir mit dem Leuchtturm und dem Schiff in Seenot einmal in Ruhe beschreiben…

Versetzen wir uns mal in eine bildhafte Metapher: nehmen wir einmal an, dass sowohl das Schiff als auch der Leuchtturm lebendige und eigenständig handelnde Wesen wären … Das Schiff in Seenot schreit in seiner Situation nun den Leuchtturm um Hilfe an. Der Leuchtturm rennt darauf auf das Meer zu und versucht, das Schiff zu retten… Was wäre dann aber die Folge?

      • Weil der Leuchtturm nicht schwimmen kann, geht er unter…
      • Weil er untergeht, kann er nun kein Signal mehr geben
      • Da der Leuchtturm untergegangen und kein Signal mehr geben kann, ist sowohl der Leuchtturm verloren als auch das Schiff was ja auf das Signal des Leuchtturms angewiesen ist…
      • Die Auswirkungen gehen aber weiter: Alle anderen Schiffe, welche diese gefährliche Passage nun durchfahren wollen, haben nun auch kein Signal… denn unser Leuchtturm ist ja untergegangen…

        Das Fazit dieser Metapher:
        Dadurch dass der Leuchtturm seine Position verlassen hat, bringt er sowohl sich selbst, das in Seenot befindliche Schiff und auch alle weiteren Schiffe in Gefahr… Spürst du wie wichtig es ist, dass ein Leuchtturm seine Position behält?

In meiner Metapher steht der Leuchtturm für die Angehörigen oder den Therapeuten … Für diese Personengruppe ist es nun wichtig, in der dunklen Phase“ des Borderliners eine feste Haltung zu ihren eigenen (!) Werten / Ansichten, Grenzen und Richtlinien zu halten… Das bedeutet im Außen, eine distanzierte und sehr sehr korrekte und emotionsreduzierte Haltung dem Borderliner gegenüber einzunehmen. Ein deutliches Nichtreagieren auf alle seine Anschuldigungen!

Ein Mensch mit einer Borderline-Diagnose ist dafür bekannt, dass er – nachdem er die Beziehung erst einmal wegen des Nähe-Distanz-Problems gekündigt hat – danach einen massiven Telefon-, Nachrichten- und Beschimpfungsterror beim Partner und bei den Angehörigen beginnt… 

Wie sollte die Umgebung dann reagieren? Kommen wir für die Antwort zurück zu unserem Leuchtturmvergleich: Für einen Leuchtturm ist es völlig egal, ob jetzt gerade gutes Wetter oder schlechtes Wetter ist… Bricht die Nacht herein, lässt er stoisch und unbekümmert sein Signal klar und deutlich in der Umgebung sehen… Bricht die Nacht oder die „dunkle Seite“ über den Borderliner nun herein, müssen Partner, Angehörige und auch die Therapeuten wie ein Leuchtturm auf der Position stehen bleiben und ein klares Signal aussenden:

      1. Ich bin zwar für dich da, werde aber nicht zu dir rüberkommen!
      2. Ich bin hier! Du (!) musst zu mir kommen und nicht ich zu dir! 
      3. Ich warte auf dich, aber komme nicht zu dir!

Dies hört sich für Dich jetzt vielleicht etwas zu distanziert an, ist aber die einzig vernünftige Verhaltensstrategie um die Welle der Wut eines Borderliners auslaufen zu lassen… Es ist dann oft so wie wenn eine Welle auf das Ufer zurollt … Die Welle kann Tausende von Kilometern unsichtbar über den Ozean ziehen … Kommt sie auf das Ufer zu, bäumt sie sich auf, schäumt und bricht dann in sich zusammen… Dann kommt es auf die Standhaftigkeit des Therapeuten oder die Umgebung an, dies auszuhalten… 

Teil 4 – Hat eine Beziehung mit einem Borderliner eine Perspektive?

Ich hoffe, dass du immer noch den Vergleich vom Leuchtturm und dem Schiff in Seenot vor Augen hast. Kann eine Beziehung mit einem Borderliner überhaupt erfolgreich sein?

Meine klare Antwort lautet: Ja! Jedoch muss der Partner oder die Angehörigen geradezu übermenschliche Standhaftigkeit, Distanziertheit und Kraft in dieser Beziehung aufwenden. Kann der Partner/Angehörige dies, dann hat diese Beziehung zumindest eine kleine Perspektive…

Jedoch werden die allgemeinen Probleme und die Schwierigkeiten unserer heutigen Zeit immer stärker… Jeder hat seine eigenen Probleme und Schwierigkeiten… Dazu kommt dann auch noch diese Urgewalt einer Borderline – Angst – Phase welche der Partner dann zusätzlich noch zu ertragen hat – wofür er eine geradezu übermenschliche Kraftanstrengung aufbringen muss … Wenn ich hier von einer übermenschlichen Kraftanstrengung spreche, dann weiß ich wirklich wovon ich rede!

Hat solch eine Beziehung eine Perspektive? Ja, wenn der Partner bereit ist

      • in der schwarzen Phase seine „Ohren auf Durchzug“ zu stellen,
      • wie ein Leuchtturm distanziert zu seinen eigenen Werten zu stehen
      • und dem Borderliner lediglich nur aus der Ferne ein Signal zu senden: „komm zu mir jedoch komme ich nicht zu dir“!

Egal wie laut der Borderliner auch schreiben mag …. es darf von der Umgebung keinen Schritt auf ihn zugegangen werden! Jedoch muss immer das eine Signal gesendet werden: „Kommst du zu mir, empfange ich dich mit offenen Armen“

Auch wenn Psychologie wenig mit Religion zu tun haben sollte möchte ich doch einen Vergleich aus der Bibel bringen: Du findest im neuen Testament diese Geschichte vom verlorenen Sohn… Der Vater des verlorenen Sohnes lief ihm zwar entgegen, jedoch erst ab dem Zeitpunkt als sich der Sohn umgedreht und seinem Vater zugewendet hat…

Auf uns übertragen bedeutet dies nun Folgendes: Erst wenn der Borderliner klare und eindeutige Schritte in Richtung des Partners / in Richtung der Angehörigen unternommen hat, dann erst sollten auch die Arme geöffnet werden … Bis zu diesem Zeitpunkt muss er sich zusammenreißen und lediglich das Signal aussenden: „Du bist mir herzlich willkommen – jedoch nur, wenn du auf mich zukommst… Davor komme ich keinen Schritt auf dich zu!

Warum das alles?

      • Es geht um Grenzen, es geht um Werte, es geht um die Disziplin den Angehörigen genauso wertzuschätzen wie die Angst des Borderliners … Durch diese distanzierte Stärke aus der Distanz heraus, kann ein Angehöriger oder ein Therapeut in der künstlichen therapeutischen Beziehung dem Borderliner wirklich helfen, mit seiner Angst zu arbeiten und diese immer stärker herunter zu dimmen …

Die Angst die bei Borderline entsteht kann tatsächlich reduziert werden… Eine Persönlichkeitsstörung kann zwar nicht komplett geheilt werden – jedoch kann man sie bei entsprechender Therapie stark reduzieren … 

Wenn du Unterstützung brauchst, wende dich bitte per E-Mail an info@werdewiederstark.de.

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