Schriftzug Marcsu Jähn

Trauma ist eine Ohnmacht. Trauma beschreibt eine Situation, aus der ich mich nicht mehr mit eigener Kraft habe befreien können.

Meine Abwehrhandlungen (Flucht / Kampf) frieren ein und ich erstarre.

Wie kann ich erkennen, wie traumatisiert jemand ist?Was geschieht in unserem Gehirn durch ein Trauma?Was ist der Unterschied zwischen einem Ereignis-Trauma und einem Entwicklungstrauma?Vor allem: Welche Therapieformen gibt es um diese körperlichen / geistigen Verletzungen wirksam zu behandeln?

Wir beginnen mit diesem Beitrag eine neue Playlist.

Der Hintergrund ist, dass ich bislang keinen einzigen Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung getroffen habe, der nicht ein Entwicklungstrauma vorweisen konnte.

Diese komplexe Form der Verletzung die vielen über Jahre hinweg in ihrer Kindheit zugefügt wurden, wird der neue Dreh- und Angelpunkt meiner Videos.

Borderline gibt es nicht ohne das Thema Trauma.

Ein Trauma führt nicht zwangsläufig zu einer Persönlichkeitsstörung, aber es gibt keine Persönlichkeitsstörung ohne das Thema komplexe PTBS

      •  
  • Schon Sigmund Freud dachte 1890 intensiv über das Thema Trauma nach. Er war fasziniert darüber was der große Neurologe Jean-Martin Charcot über die Wechselwirkung zwischen Körper, Geist und Trauma herausfand.

    Jahre später inspirierte ihn das, was er durch seine Trauma Forschungen herausgefunden hat zu dem legendären Satz: „Was unser Geist vergessen hat, das hat unser Körper mit Sicherheit nicht vergessen… Dankenswerterweise!

    Wir werden noch oft darauf zurückkommen, dass wir ein Körpergedächtnis haben und wir Trauma und dieses Körpergedächtnis nicht voneinander trennen können.

    Diese Erkenntnis haben wir nun bereits seit über100 Jahren. Wenn du nun aber glaubst, die Wissenschaft wüsste jetzt alles über das Thema Trauma, dann muss ich dich enttäuschen.

    Denn ähnlich wie es die Suffisten treffend ausdrückten („Der Körper ist der Stand vom Meer des Seins“) so wissen wir genauso viel / wenig über das Meer wie ein Beobachter der am Strand steht und den Ozean betrachtet.

    Lass dich darum mal überraschen und von mir dazu einladen, eine Reise in eine Welt zu unternehmen die uns alle ausnahmslos begleitet – die Welt des Traumas.

Die Biografie eines Menschenlebens enthält leider nicht nur schöne Erlebnisse! Sehr viele negative und auch ohnmächtige Ereignisse pflastern unseren Lebensweg.

Unwillkürlich fragt man sich:

      1. „Was passiert mit uns, wenn wir mit einem Trauma in Berührung kommen?“
      2. „Kann ein Trauma auch an uns vorüberziehen oder sind wir ihnen hilflos ausgeliefert?“
      3. „Was ist das überhaupt, ein Trauma?“

(1) Was ist das, ein Trauma?

Der Mensch als Individuum wird seit Homer (850 v.u.Z.), Heraklit (460 v.u.Z.) und Platon (348 v.u.Z.) in drei Elemente unterteilt.

      • Soma (der Körper, wörtlich im altgriechisch Die Leiche))
      • Noos (Das Denken / die Vernunft) und
      • Psyche (die Seele)

Aber auch neuzeitliche Denker wie Viktor Frankl (1978) oder Donald Winnicott (1971) halten diese Unterteilung für hilfreich um den Menschen als Ganzen zu beschreiben.

Unsere Psyche ist der Sitz unserer Identität.

In ihr werden unsere Erlebnisse und Erfahrungen geprüft und verarbeitet.Das, was von ihr verarbeitet werden konnte, lässt unsere Identität und unser eigenständiges ICH wachsen … die anderen Erlebnisse die nicht verarbeitetet werden konnten hinterlassen in gewisser Weise eine Form von Ohnmacht zurück und bilden letztendlich, dass, was wir ein Trauma nennen. Damit sind wir bereits mitten in unserem Thema.

Das reale Leben durchkreuzt viel zu oft unser Bemühen, eine gesunde Identität zu entwickeln. Diese traumatisierenden Ereignisse, die unsere Psyche überfordern, entwickeln sich in unserem Kopf allmählich zu einem immer stärker abgetrennten „duales Gedächtnis“. Auf der einen Seite gibt es Ereignisse, die zum Zeitpunkt ihres Erlebens von unsere Psychische bewusst verarbeitet werden konnten. Sie bilden die Grundlage für eine gesunde Identität. Andererseits gibt es aber auch Ereignisse, die zu dem Zeitpunkt des Erlebens nicht (!) verarbeitet werden konnten. Sie werden – wegen der Ohnmacht bzw. der Machtlosigkeit in unserer Psyche verleugnet und als abgespaltene Erinnerung abgelegt. Sie sind das eigentliche Trauma von dem wir nun sprechen! Du wirst feststellen, dass die gleichen Ereignisse, bei dem Einen eine gesunde Identität fördern und bei dem anderen ein Trauma verursachen können.

Der Zeitpunkt des Erlebens und die Fähigkeit der Erlebnis-Verarbeitung

Wie das geht, möchte ich dir einmal anhand der abgebildeten Familiensituation veranschaulichen. Du siehst hier ein Elternpaar, das miteinander eine Meinungsverschiedenheit hat. Du und ich, wir sind mittlerweile erwachsen. Während Du und ich nun Beobachter der Situation, dann würden wir wahrscheinlich zu den Eltern gehen und mit ihnen in aller Ruhe über deren Konflikt sprechen. Das Kind kann dies alles noch nicht. Es hält sich die Ohren zu und würde am liebsten davonlaufen. Für das Kind ist diese Situation ein Trauma! Es kann diese Situation noch nicht verarbeiten und ist hierbei völlig auf die Hilfe der Eltern angewiesen. Diese unterstützende Hilfe nennen wir Containing.

Kommt die Hilfe / das Containing durch seine Eltern jedoch nicht, dann bleibt das Kind in einer (Handlungs-)Ohnmacht, versucht die Situation abzuspalten – es bildet sich in seiner Psyche ein Trauma. Und zack … das duale Gedächtnis hat dann mal wieder einen neuen Bestandteil im immer praller gefüllten Trauma–Rucksack.

Falls dir das alles ein wenig übertrieben vorkommt: ein Streit der Eltern kann bei einem Kind – wenn das elterliche Containing ausbleibt – ein Trauma erzeugen … dann möchte dir einmal einen Vergleich zu der Situation des Kindes aufzeigen: Auch wenn es sich im ersten Moment für dich noch sehr weit weggeholt anfühlt, aber die völlige Abhängigkeit eines Kindes von seinen Eltern, können wir ruhig einmal mit einer Geiselnahme vergleichen. Geiselnehmer nehmen Menschen als Geisel und üben Gewalt über sie aus. Das Leben einer Geisel ist zu 100 % von dem „goodwill“ der Geiselnehmer abhängig. Das Leben eines kleinen Kindes ist auch zu 100 % von den Eltern abhängig! Da besteht erst einmal kein Unterschied.

Normalerweise wenden sich liebevolle Eltern stets mit mütterlicher oder väterlicher Zuwendung dem Kind zu. Wenn sie es aber nicht tun, dann bricht für das Kind seine kleine heile Welt zusammen und es findet sich in der gleichen Hilflosigkeit / Ohnmacht wieder wie eine Geisel in der Geiselhaft eines Bankräubers. 

Containing

Wenn dem nun aber so ist, warum wachsen dann viele Kinder ohne (!) ein Trauma auf? Nun, die allermeisten Eltern verhalten sich auch so, wie man es von Eltern erwarten darf: sie wenden sich ihrem Kind in liebevoller Form zu und wenden das an, was in der Psychologie Containing genannt wird. Was das ist? Das sehen wir jetzt auf dem nächsten Bild: Wilfred Bion war ein britischer Psychoanalytiker und hat diesen Begriff als erster entwickelt.

Containing ist ein Vorgang, in

      1. die Projektion eines Gegenübers (Wut, Angst, Freude) ohne die eigenen Emotionen und ohne eigenes Handeln komplett wertfrei wie in einen Container/eine Schublade aufgenommen werden.
      2. Danach wird dieses belastende Gefühl dann in etwas Erträgliches verändert.
      3. Am Ende wird es dann als ein insgesamt positives, angenehmes Gefühl zurückgegeben.

Ein schönes Beispiel kann man hier unten in dem Bild erkennen: Das Kind verletzt sich beim Spielen, die Mutter tröstet es liebevoll und sagt vielleicht: „Morgen oder nächste Woche wirst du den Schmerz nicht mehr spüren.“ Solch eine haltende Handlung ist typisch für das Containing.

Auf der rechten Seite siehst du ein Plakat von dem Film „Das Leben ist schön“ aus dem Jahre 1997. Das ist schon eine ganz besondere Form des Containing, in welchem eine jüdische Familie ins Konzentrationslager kommt und der Vater, dem kleinen Sohn bis in den Tod erzählt, dass es sich hier um ein Spiel handelt und nicht um die harte Realität. Obwohl dies eine Lüge war, konnte der Junge durch dieses umgeänderte Gefühl besser umgehen. Alles wurde nun in etwas Erträgliches verändert und am Ende hatte der Junge sogar noch das Gefühl das Spiel gewonnen zu haben – er saß auf dem Panzer den er sich immer gewünscht hatte. 

Nochmals zur Wiederholung: Ein Trauma ist ein Ereignis, das zum Zeitpunkt des Erlebens nicht verarbeitet werden konnte – man stand der Situation Handlungs-Ohnmächtig gegenüber. Als Konsequenz davon versucht unsere Psyche dies nun zu verleugnen, abzuspalten und die einmal begonnen Handlungsmuster / unsere Lösungsversuche frieren bei einem Trauma ein (was das bedeutet wird später noch erklärt)

Bis hierhin hört es sich ja erst einmal so an, als wenn ein Trauma lediglich ein blinder Fleck in unsere Psyche wäre. Ich konnte etwas nicht lösen darum tue ich mal so, als wenn es nicht geschehen ist. Schwamm drüber und ab zum nächsten Erlebnis. Leider ist dem nicht so und es kommt jetzt richtig dicke… 

Unsere Psyche arbeitet nämlich nach dem zweiten thermodynamischen Prinzip – dem Gesetz der Energieübertragung. Ein kalter Gegenstand kann einen heißen Gegenstand nicht noch heißer machen.

Auf die Entwicklung eines Kindes übertragen, bedeutet dies, dass eine einmal gefundene Lösung für ein Problem, später im Erwachsenenleben ungeprüft (!) immer und immer wieder angewendet wird. Egal wie alt ich damals war und egal wie falsch es sich nun darstellt: die Lösung Nummer 1 aus dem Kleinkindalter wird der Lösung Nummer 2 die ich als Erwachsener finden mag immer vorgezogen.

Diese so erlernten Handlungsmuster prägen sich in mein prozedurales Gedächtnis ein, auf dass wir später noch zurückkommen. Für den Moment ist es erst einmal wichtig zu wissen, dass es so etwas gibt: ein Gedächtnis für meine Handlungsprozesse… 

  • (1.2.) Der Wächter

    Zurück zu den Handlungsmustern: In dem Bild siehst du zwischen dem Trauma und der gesunden Identität den Wächter… Mit diesem Wächter meine ich Überlebensstrategien die uns von den abgespaltenen / verleugneten Traumen ablenken sollen! Der Wächter ist das, was dem angesprochenen zweiten thermodynamischen Prinzip entspricht: Er versucht, dass unsere Psyche einerseits keine Energie für neue Lösungen einsetzt indem er wie in einem Affentanz, die Psyche vom Nachdenken und erforschen neuer Lösungswege abhält.

    Solche Überlebensstrategien und Ablenkungsstrategien hat Anna Freud (die Tochter von Sigmund Freud) Als Abwehrmechanismen beschrieben. Solche Abwehrmechanismen des Wächters können sein:

      • Drogenmissbrauch, Alkohol- oder Spielsucht.
      • Sexsucht, Kaufsucht.
      • Workaholic (Flucht in die Arbeit)
      • Messi (ich kann mich von nichts trennen).
      • Bindungsangst/Verlust, Angst.
      • Suizidalität/Wut und Aggression gegen den eigenen Körper/schreien / Selbstverletzung
      • Leben hinter einer Maske (Perfektionismus lässt grüßen). 

(2. Teil) Das Eltern–Drama–Dreieck … Oder: warum Kinder sich nicht zu stabilen Erwachsenen entwickeln?

Eins ist klar: Jede Zeit hatte ihre eigenen Herausforderungen. Aber die Entwicklung vieler heutiger Kinder besonders intensiv durch eine Trauma–Biografie gekennzeichnet. Trauma? Ja! Ich spreche wirklich von einer traumatisierten Generation. Auch wenn es uns an materiellen Dingen selten fehlt, so wachsen viele Kinder ohne wirklichen Halt auf. Stabilität benötigt Halt. Ein Stein ist stabil ohne Halt kann er an einem Berg jedoch zu einer Lawine werden. Und von wem sollen sie sonst diesen wichtigen Halt fürs Leben bekommen als von ihren Eltern?

Dieser Beitrag befasst sich in erster Linie mit der Entstehung und den Auswirkungen einer Traumabiographie. Ein Trauma ist immer eine Handlung–Ohnmacht… Und wenn ich jetzt über das Eltern–Drama–Dreieck spreche, möchte ich drei Extreme einmal besonders hervorheben, die zu einem Trauma beziehungsweise ein Kind in eine Handlungsohnmacht bringen:

4.1 die Helikopter-Eltern…

Vielleicht wunderst du dich darüber, dass ich diese Erziehungsform auch als eine Grundlage für ein Trauma anführe. Aber ja, es ist ein geistiger Missbrauch und eine Entmündigung des Kindes. Lass mich dir kurz erklären, warum ich davon zutiefst überzeugt bin. Wenn wir Eltern beobachten, die wie ein Helikopter über ihren Kindern kreisen, was für eine Botschaft vermitteln sie damit ihrem Kinde?

Stell dir mal ein krabbelndes Kind im Alter von 5 bis 8 Monaten vor. Es freut sich über seine erste eigene Freiheit und nutzt diese nun, um seine Umgebung zu erkunden. Sein erstes Abenteuerziel liegt in einen anderen Raum … Die Mutter oder der Vater rennt nun Angsterfüllt hinterher und ruft entsetzt: „Wie kannst du nur wegkrabbeln? Du musst immer bei mir bleiben“ Übertrieben? Nun, was ist denn hier die Botschaft? Sagen die Eltern nicht klar und deutlich: „Ohne uns kannst du keine eigene Stabilität aufbauen. Du brauchst uns, um selber stabil zu werden. Alleine kannst du es nicht … Die Folge davon: das Kind bleibt in einem Trauma, einer Handlungsohnmacht.

4.2. Gewalttätige Eltern

An diese Form der „Erziehung“ hast Du wahrscheinlich als erstes gedacht, wenn es um eine Trauma–Entwicklung in der Kindheit geht. Und ja! Viel zu viele Kinder erleben heute Gewalt in der Erziehung. 2022 wurden in Deutschland > 42.000 Fälle registriert (7% mehr als 2021)

Möglicherweise kennst du den Satz: „Solange du deine Füße unter meinen Tisch setzt…“ Du weißt, wie er weitergeht.

Und was für eine Botschaft hinterlässt dies? Ganz klar: „Du hast gar kein Recht, auf eine eigene Stabilität! Du musst das tun, was ich dir sage und eine eigene Identität hast du nicht.“ Die Folge davon: das Kind bleibt auch hier in einer Trauma Ohnmacht. Wir sprechen hier nicht von einer einzelnen Tat dem Kind gegenüber. Das ist keine PTBS! Es ist eine Entwicklungs-Trauma–Ohnmacht! Eine komplexe PTBS die nach dem ICD11 unter 6B41 zu finden ist.

Sofern du auch davon betroffen bist, empfehle ich folgende zwei Nummern:

      • Das Kinder- und Jugendtelefon 116111
      • Das Elterntelefon 0800 1110550

4.3. Seelische Missachtung / distanzierte Eltern.

Immer mehr Eltern sind mit ihrem eigenen Leben und ihrer eigenen Traumabiographie überfordert. Wenn das Kind dann mit seinen eigenen Sorgen kommt, werden die Eltern von ihren (!) eigenen traumatischen Erlebnissen förmlich überrollt und können mit dem Kind nicht mehr in eine nährende Beziehung eintreten. Das so notwendige und natürlich „Containing“ bleibt dann auf der Strecke. Und was ist die Folge davon? Das Kind bleibt auf haltlos und ohnmächtig Distanz. Auf Distanz zu den Eltern, zu ihrer Umgebung und immer mehr zu sich selber. Diese Selbstdistanz ist nichts anderes als eine langsame, schleichende Dissoziation. Wir kennen die Dissoziation von einem Traumaereignis her. Aber genauso wie es die PTBS und die kPTBS gibt, so gibt es auch die komplexe Entwicklungsdissoziation – das ohnmächtige Distanzieren vom eigenen Ich.

Dieses angesprochene Eltern–Drama–Dreieck ist eine katastrophale Situation, in der immer mehr Kinder aufwachsen. Einige Kinder erleben sogar alle drei Extreme in ihrer Kindheit erleben und müssen lernen, damit fertig werden. 

(3.Teil) Jedes Kind und jeder Traumatisierte gleicht einem Wackelpudding

Warum ist das Stabilisieren / das Containing durch die Eltern so wichtig? Warum sind Kinder ohne diese Stabilität auf dem sicheren Weg in ein traumatisiertes Leben? Otto Kernberg – einer der ganz führenden Denker im Bereich Persönlichkeitsstörungen – verglich die Persönlichkeit eines neugeborenen Kindes mit der Konsistenz eines Wackelpuddings 😊. Ein kleines Kind kann seine Stimmungen permanent und in Sekundenbruchteilen von gut nach böse und von böse nach gut – von traurig nach lustig und von lustig nach traurig wechseln.

Sigmund Freud nannte ein neugeborenes Kind ein reines „es“, ein reines Bauchgefühl… Ohne kognitive Logik – der Präfrontale Kortex ist sich ja erst noch am ausbilden – ist das Kind völlig seinen Bauchgefühlen unterworfen. Das ist an sich nichts Böses, sagt aber, dass es in alle Richtungen wie ein Wackelpudding am Wackeln ist.

Hast du Wackelpudding aber schon einmal versucht fest zu machen? Du brauchst dafür – neben einer Form – Gelatine. Was aber wenn du keine Gelatine hast? Dann kannst du den Wackelpudding nur noch durch Einfrieren irgendwie in eine feste Form bringen …

Wenden wir dieses Beispiel mal auf die Kinder Erziehung an… Ein Kind, das sich in seiner entwickelnden Persönlichkeit noch wie ein Wackelpudding verhält, braucht zwingend die elterliche Stabilität – das Containing – um in sich Stückchen für Stückchen immer fester zu werden… Fehlt diese Gelatine / dieses haltende Containing, dann muss das Kind irgendwie selber / mit eigenen Mitteln fest werden – und diese eigenen Mittel sind naturgemäß sehr begrenzt. Dies geschieht in der Regel dann durch die klassischen Amygdala-Reaktionen „Flucht, Kampf oder halt ein erstarrendes Einfrieren“. Und ist es nicht erstaunlich, wieviel erfrorene Kinderseelen wir heute sehen?

Teil 4. Wie entsteht nun eine traumatische Reaktion?

Diese Frage wirkt auf den ersten Blick vielleicht nichts wichtig. Wenn wir uns aber über den Vorgang eines Traumas – in welchen kleinen und kleinsten Schritten es entsteht – im Klaren sind, können wir uns auch viel besser darüber Gedanken machen, wie wir ein Trauma bekämpfen können. Und tatsächlich, unsere Reaktionskette von einem Ereignis hin zu einer traumatischen Reaktion folgt immer einem klaren Muster: 

Ich möchte Dir das gerne anhand einer alltäglichen Situation beschreiben: Stell dir vor, du gehst in einem Park spazieren und neben dir raschelt es im Gebüsch. Sofort reagiert dein Körper, ohne dass du hierüber bewusst nachdenken musst. Dieser Reflex ist auch wichtig, denn es könnte sich ja auch um einen Säbelzahntiger handeln der sich in einer deutschen Großstadt im Gebüsch versteckt hält (du spürst mein Augenzwinkern).

      • Unsere erste Reaktion hierbei ist ein Aufmerken in Verbindung mit einer deutlich erhöhten Wachsamkeit.
      • Du hältst automatisch inne und beginnst, dich neu zu orientieren. Wie verhalten sich andere Personen? Kann ich Bindung zu anderen aufbauen? (1. Stufe der Polyvagal-Theorie von Stephen Porges)
      • Ab hier fängst du an, die Situation in ihrer Valenz zu beurteilen, ob sie positiv oder negativ einzuordnen ist.
      • Nach dieser ersten Einordnung entscheidest du, ob du weiterhin in der Situation verbleibst oder dich zurückziehst.
      • Handelt es sich um eine ernste / schwierige Situation, dann stellt sich unser Körper (2. Schritt der Polyvagal-Theorie) nun auf Kampf oder Flucht ein.
      • Ist es für Kampf oder Flucht zu spät, dann friert unsere Handlung ein und wie sacken als letzte Reaktionsmöglichkeit in uns zusammen.

        Geschieht dies, dann ist das Trauma in mir vollständig… Ich befinde mich in einer 100%igen Handlungsohnmacht.

Trauma ist eine Handlungsohnmacht!

Teil 4.1. Wo finden wir das Trauma in unserem Gehirn?

Wo befindet sich eigentlich was in unserem Gedächtnis? Diese Frage ist Stand heute noch nicht zu beantworten. Allein die Frage, wie ein Sinneseindruck abgespeichert und später abgerufen wird ist ein Universum für sich. Im Jahre 2000 wurde Erik Kandel der medizinische Nobelpreis für seine Forschungen um das Gedächtnis verliehen. Etwa 40 Jahre nach diesen Entdeckungen trat Doktor Karim Nader von der McGill Universität in Montreal und sein Mentor Joseph Le Doux von der New York University auf den Plan. Sie fanden heraus, dass bei jedem Abruf einer „normalen Erinnerung“, dieser Gedächtnisinhalt durch eine Eiweißsynthese verändert wird. Bei dem Abruf einer „traumatischen Erinnerung“ erfolgt dies jedoch unter anderen Rahmenbedingungen. Die Auswirkungen hiervon können im fMRT sehr genau beobachtet werden. Wir können gespannt sein, was die Zukunft noch an Erkenntnissen mit sich bringt. Eines sollte uns aber immer klar sein: Traumatisierte Personen sind keine Simulanten! Ihre Gehirnaktivitäten sind durch äußere Traumata reell in Mitleidenschaft geraten.

Schauen wir uns unser Gedächtnis darum nun etwas genauer an. Was stellen wir immer wieder fest? Nun, zuerst einmal sollten wir uns der Tatsache bewusst sein, dass wir ein duales Gedächtnis haben. Auf der einen Seite befinden sich die expliziten, bewussten Erinnerungen. Sie sind unterteilt in

        • das deklarative und
        • das episodische Gedächtnis.

Im „Deklarativen Gedächtnis“ finden wir so klare Erinnerungen wie die To Do Liste für den heutigen Tag. Mit seiner Hilfe kann ich mich an einzelne Details aus meiner Vergangenheit erinnern. Im „Episodische Gedächtnis“ – welches ich auch gerne als das Autobiografische Gedächtnis, den Fußabdruck meiner Erinnerungen oder einfach nur meinem Lebenslauf benenne, finden wir einzelne wichtige „Knotenerinnerungen. Wenn ich zum Beispiel gefragt werde: „an was können sich aus dem Jahre 2012 erinnern“? Da kommen nur einzelne Erinnerungen, aber nicht eine ganze Liste… Diese sogenannten Fußabdrücke waren dann besonders intensive Erinnerungen und geben mir ein gewisses Rahmenbild über meine Vergangenheit.

Dann gibt es auf der anderen Seite das implizite Gedächtnis. Dieser Bereich von Erinnerungen kann nicht bewusst geöffnet werden. Wir unterteilen es in das emotionale Gedächtnis und das prozedurale Gedächtnis. Unsere Emotionen entstehen aus Sinneseindrücken (siehe Antonie Damasio „Ich fühle also bin ich“) und sind nichts anderes als ein Signal an mich oder an die Umgebung über das was ich empfinde bzw. was ich brauche.

Emotionen erfüllen zwei wichtige Aufgaben: Sie sind Reaktionen und sie sind Signale auf bestimmte Umstände und Bedürfnisse.

Sehr interessant finde ich immer wieder den Blick auf das prozedurale Gedächtnis. In diesem Bereich der Erinnerung finden wir die Erklärung dafür, warum uns gewisse Dinge immer wieder passieren. Wir können es – wie sollte es auch anders sein – in drei Bereiche unterteilen:

      • Unsere Notfallreaktionen (Kampf, Flucht einfrieren)
      • Die Valenzen: die Reaktion auf Neues entweder mit Annäherung oder Abwehr.
      • Erlernte Bewegungsabläufe, wie zum Beispiel Fahrradfahren, laufen, Tennis spielen etc.

Unsere impliziten Erinnerungen können nicht bewusst aufgerufen werden. Sie sind sowohl im Vorbewusstsein als auch im Unbewusstsein verortet (Zitat Sigmund Freud). Wenn es nicht in meinem bewusst abrufbaren Gedächtnis ist, warum sollten wir uns trotzdem damit befassen? Es geht immer noch um das Thema „Trauma und traumatische Erinnerungen“. Prozedurale Erinnerungen entstehen

      • nicht (!) durch bewusste Beobachtungen
      • nicht durch nachdenken oder abschätzen.
      • Sie entstehen im oberen Stammhirn und im Thalamus, der wir das Tor zum Bewusstsein bezeichnen.

Jedoch ist all das sehr weit weg vom Präfrontalen Kortex, also unterhalb des normalen Wachbewusstseins und wird stark das ANS (autonomes Nervensystem) insbesondere durch den Sympathikus und Parasympathikus (Stichwort Vagusnerv) gesteuert. Wie kommen wir nun an diesen Bereich ran um eine vernünftige Traumatherapie durchführen zu können? 

Teil 5. Wie geht nun eine Traumatherapie?

Was denkst du, mit was befasst sich jetzt eine Traumatherapie zu allererst?

      • Ist es die gesunde Identität,
      • die Überlebensstrategien / also unsere Abwehrmechanismen
      • oder befasst man sich zuerst mit dem Trauma?
        Wo liegt das Fundament unseres Leuchtturms?

Merke: Auf gar keinem Fall, befasst sich eine Traumatherapie zuerst mit dem Trauma! Das Trauma ist ja weder für den Therapeuten und oft auch nicht für den Betroffenen sichtbar! Dies gleicht einem Stochern im Nebel und ist nicht keine gute Strategie. Sichtbar sind lediglich die Wächter / die Überlebensstrategien und die gesunde Identität. Es muss also eines dieser beiden letztgenannten Teile sein denen wir uns zuerst zuwenden. 

Die Überlebensstrategien des Wächters möchten wir zwar ändern, jedoch bringt es nichts, wenn wir uns zuerst mit diesen befassen. Eine fundierte Traumatherapie befasst sich zu allererst mit der gesunden Identität, um herauszufinden, wo der Betroffene steht, was ihm aktuell überhaupt noch Halt gibt.

Peter Levine, der große Psychologe und Traumaforscher aus den USA nennt seine Therapieform ein Pendeln. Ähnlich dem kurzen Eintauchen eines Fingers in heißes Wasser der aber sofort wieder rausgezogen wird, wenn es unangenehm wird, geht Traumatherapie für ihn nur tröpfchenweise voran. In der Chemie nennen wir solche einen Vorgang Titration, durch den man sogar Salzsäure und Natronlauge miteinander vorsichtig mischend in ungefährliches Wasser und Kochsalz überführen kann.

Wie können wir nun über die gesunde Identität zu dem Trauma vorangehen? Haben wir hierfür ein geeignetes Hilfsmittel?

Mein Werkzeug der ersten Wahl ist das Diplomzimmer.

Vielleicht kannst du mit diesem Begriff noch nicht viel anfangen! So einfach es ist, so wirksam kann es helfen, wenn man es ein paar Wochen konsequent in seinen Alltag integriert. Es ist recht schnell und simpel erklärt:  Abends, wenn du noch einmal über den Tag zurückdenkst dann versuche einmal dich nur auf die positiven Erfahrungen zu fokussieren, für die du dir ein kleines Diplom ausstellen könntest. Wichtig hierbei ist, dass du für das Diplom keine großen Heldentaten vollbringen musst! Selbst das Aufstehen und pünktlich zur Arbeit gehen ist für viele schon ein Diplom wert! 

Solch ein Fokussieren auf die positiven Aspekte des zurückgelegten Tages helfen einem sich daran zu erinnern, was man bereits Gutes geleistet hat. Man kann sozusagen Friedenschließen mit dem Tag. Das ist aber nicht der einzige Vorteil. Etwas viel Größeres geschieht, wenn ich dies alles zwei bis drei Monate am Stück regelmäßig und jeden Abend gemacht habe: In meinem Denken beginnt sich eine komplett Andere, eine positive Haltung in meinem Leben und der Zukunft gegenüber aufzubauen.

Ähnlich dem Fahren auf einer dunklen, regnerischen Landstraße fokussiere ich mich auf dann nur noch auf das kommende Positive. Wenn mir auf dieser dunklen regnerischen Landstraße nämlich ein Auto mit Fernlicht entgegenkommt, dann schaue ich ja auch nicht in die Scheinwerfer, sondern ich wende meinen Blick nach rechts außen auf den Fahrbahnrand. Das Diplomzimmer ist nichts anderes als das Konzentrieren / das Fokussieren auf positive Dinge! Ich blende das Problem nicht aus, sondern richte meinen Blick nur neu aus. 

5.1. Traumatherapie gleicht einer Neuprogrammierung

Das Gefühl des Zusammensackens in einem Trauma ist die bereits mehrfach angesprochene Ohnmacht. Ohnmacht bedeutet, ich bin nicht in der Lage, mich mit eigener Kraft aus einer Situation zu befreien. Ich habe es vorher zwar versucht (wenn auch nur reflexartig begonnen …) jedoch stecke ich in nun einer Handlung fest und komme daraus nicht mehr heraus. Dieser sogenannte Flashback bringt mich immer wieder emotional in diese gleichen Gefühle der alten Angst und Ohnmacht. Ziel einer Traumatherapie ist es nun das Autonome Nervensystem mit einer „Ersatz-Emotion“ neu zu programmieren.

Emotionen können sein: Wut, Ekel, Traurigkeit, Überraschung, Freude, Neugier, Spannung, Glücksgefühl, Triumph.

Vielleicht mag es dich überraschen, aber Triumph oder Glücksgefühl ist nicht das eigentliche oder das einzige Ziel in der gesamten Angelegenheit. Allein der Austausch oder das Hinzufügen einer weiteren Emotion, bringt den Betroffenen aus der Hilflosigkeit Ohnmacht und kann helfen, sich aus dem tiefen Tal eines Traumas zu befreien und dann in eine gesunde Identität zu kommen.

Zu den einzelnen Techniken, Therapieformen und das Rückführung in eine Handlungsvollmacht werden wir in gesonderten Beiträgen dieser Themenreihe eingehen. In diesem Einführungsbeitrag geht es einzige und allein darum zu erklären, was ein Trauma ist und was das Ziel einer Traumatherapie eigentlich darstellt.

Wie kann ich mir nun solche eine Neuprogrammierung vorstellen? Ein gutes Beispiel hierfür hat Viktor Frankl meines Erachtens gebracht. Sein persönlicher Lebensweg war auch ein Weg aus einer Ohnmacht zu einem Triumph. Er war drei Jahre in vier verschiedenen Konzentrationslagern (Theresienstadt, Auschwitz, Kaufering und Türkheim) interniert. Im Winter 1944 – 1945 war er schon lange am Rande seiner körperlichen Möglichkeiten angelangt.

      • Abgemagert auf circa 40 kg.
      • Hungerödeme am ganzen Körper
      • schreckliche Schmerzen bei jedem Schritt auf dem Weg zur Außen Baustelle.

An diesem Punkt wo sich viele Menschen schon lange aufgegeben hätten, kam er an einem eiskalten Wintermorgen auf dem Weg zur Außenarbeitsstelle auf die Idee, seine innere Haltung neu programmieren zu können. Um all diese unwürdigen und ohnmächtigen Dinge und Schmerzen zu ertragen, stellte er sich vor, er würde genau über diese Umstände vor einer Zuhörerschaft in einem gut beheizten Raum einen Vortrag halten. Er baute sich seine eigene Vision auf und machte diese Vision nun zu seiner persönlichen MissionBereits ein Jahr nach der Befreiung aus dem Konzentrationslager im Jahr 1946 konnte er seinen ersten Vortrag vor einer großen Zuhörerschaft halten, um auf seine damalige Situation im Konzentrationslager zu verweisen.

Dies ist ein wunderbares Beispiel für Neuprogrammierung und erinnert mich an einen Satz, der Pablo Picasso nachgesagt wird: Was ist der Sinn des Lebens? → seine eigene Gabe finden. Was ist der Zweck des Lebens? → diese Gabe freigiebig zu verschenken… Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein gesunder Anteil an Altruismus dem Leben wirklich einen transzendenten Sinn geben kann. 

5.2. Aktuelle Therapieformen

Welche Therapie ist nun die Beste im Umgang mit einem Trauma? Nun, diese Frage ist genauso unmöglich zu beantworten wie die Frage an einen Schach-Großmeister: „Welcher Schachzug ist der beste Eröffnungszug?“

Im weiteren Verlauf dieser Playlist, werden wir uns mit einigen der heute verwendeten Therapieformen noch etwas intensiver auseinandersetzen. Jede dieser Therapien hat für sich betrachtet ihre Daseinsberechtigung. Jedoch unterscheiden sie sich oft wie „Feuer und Wasser“ voneinander. Eventuell hast du mit der einen oder anderen Therapieform bereits Bekanntschaft gemacht.

Viele denken im Rahmen einer Psychotherapie z.B. zuerst mal an die sogenannte „Rede-Kur“ die Sigmund Freud und sein Mentor Josef Breuer 1893 entwickelt und vorgestellt haben. Sie zielt jedoch darauf ab, das kognitive Denken in ein logisch zusammenhängendes Narrativ zu bringen. Das übermächtige Erlebte was einen ohnmächtig zurückgelassen hat, wird dabei neu durchgesprochen / neu gefühlt und es wird ein Zusammenhang zu anderen Erfahrungen hergestellt. Alles in der Hoffnung, dass sich hierdurch die traumatische Reaktion der Amygdala bei jedem neuen Durchsprechen in ihrer Reaktion immer weiter bis zu einem erträglichen Niveau abschwächt. Freuds und Breuers Hypothese war, dass man durch Logik und Worte das Trauma in einer sicheren Umgebung noch einmal hochkommen lässt, um es dann in abgeschwächter veränderter Form (Containing) in die aktuellen Erinnerungen zu integrieren.

Das hört sich alles auch recht logisch an, ist jedoch an der Gehirn-Anatomie vorbeigedacht. Denn das kognitiv logische Erinnern, spielt sich in einem ganz anderen Bereich unseres Gehirnes ab als da, wo unsere Entwicklungs–Traumen abgespeichert werden. Wie wir bereits zuvor gesehen haben, werden die traumatischen Erinnerungen im prozeduralen Gedächtnis gespeichert. Dieses ist weit unterhalb der Logik und des Präfrontalen Kortex angesiedelt.

Um ein Trauma neu zu verhandeln, benötige ich eine so genannte „Bottom up-Methode“ also von unten nach oben aus dem Körper heraus zum Gehirn. Dies ist eine komplett andere Vorgehensweise als die bislang genutzte „Bottom-down-Methodik“.

Hierzu gehören folgende Bereiche:

      • Unser Körperempfinden
        • Kinästhetische Wahrnehmung (Muskelspannung und Bewegung der Gelenke)
        • Propriozeptive Wahrnehmungen / Tiefensensibilität (Blind Position / Haltung bestimmen)
        • Vestibuläre Wahrnehmungen (Beschleunigung / Bewegung / Abbremsen… Unser Gleichgewicht)
        • Viszerale Wahrnehmungen (Eingeweide, Herz, Lunge, ANS)
      • Das wahrgenommene Bild
        • Sehen, Schmecken, Riechen, Hören, Tastsinn. (äußere Sinneseindrücke)
      • Das beobachtbare Verhalten
        • Gesten
        • Mimik
        • Körperhaltung
        • Autonome Signale (Puls, Erröten…)
      • Sichtbare Affekt (Gemütsbewegungen)
        • Angst, Wut, Trauer, Freude, Ekel, Gefühlskonturen (Valenzen wie Anziehung / Vermeidung)
      • Die gemessene Bedeutung
        • Der Wert, den ich einer Sache aufgrund meiner Erfahrung gebe

Diese Vorgehensweise mag dem einen oder anderen Logiker unter uns die Stirn runzeln lassen. Gehirnscans und beobachtbare Veränderungen bei den Probanden zeigen klar und deutlich die Wirksamkeit dieser Herangehensweise.

Trauma ist eine Handlungsohnmacht.

Trauma ist eine eingefrorene / unterbrochene Verteidigungsbewegung die sich im Körper so lange festsetzt, bis sie freigelassen werden kann. So lange dies unterbunden wird, belasten die Folgen unsere Psyche und verändern unser sichtbares Verhalten. In den kommenden Beiträgen werde ich auf einige Gehirnscans eingehen, die klar und deutlich zeigen, dass das traumatisierte Gehirn keine Einbildung, sondern eine Tatsache ist.

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