Narzissmus 

Halte toxische Menschen auf Distanz 

Ein Narzisst. Man mit erhobenem Zeigefinger Arroganter Blick👉 Verbringen Sie Ihre Zeit nicht mit toxischen Menschen! Keine Emotionen, kurze Antworten, minimale Interaktionen, „No-Contact“. Wer ist das – dieser „toxische Mensch“?Das Wort Toxikum kommt aus dem lateinischen und bedeutet Gift.
Toxisch – Ein Adjektiv – beschreibt darum eine giftige Wirkung. 

Als Mediator ist man an Lösungen unabhĂ€ngig des Konfliktes interessiert. Man findet Lösungen wo andere oftmals nicht mal suchen wĂŒrden. Vor diesem Hintergrund fĂ€llt es einem Mediator natĂŒrlich ungleich schwerer, andere Personen per se als toxischen Menschen zu kennzeichnen – das wĂŒrde ja bedeuten dass die Suche nach einer Lösung im Miteinander beendet ist und sich nun lediglich auf einen Ausweg als einen Lösungsweg konzentriert wird.

Aber man muss den Fakten ins Auge sehen:

  • Genauso wie es in der Psychotherapie Menschen gibt, welche nach heutigem Wissensstandart (noch) nicht therapierbar sind,
  • so gibt es Personen im tĂ€glichen Umgang, deren Wirkung auf die Umgebung nur mit dem Wort „vergiftend“ beschrieben werden kann.

👉 Toxisch steht hier als Synonym fĂŒr:

  • verbohrt, uneinsichtig, unbelehrbar
  • selten SchuldgefĂŒhle / haben ihre eigenen Gesetze 
  • Sie sind oft ĂŒbergriffig / lĂŒgt um seine Ziele durchzusetzen
    und dies alles in einem Ausmaß welches normale Menschen nicht an den Tag legen wĂŒrden.

1. Narzissmus – Das Verhaltensmuster toxischer Menschen

ZunĂ€chst einmal geht es darum herauszufinden, wann du es mit einem toxischen Menschen zu tun hast. Nimm folgende Verhaltensmuster als eine Art Schablone – gebrauche diese aber nicht 1 zu 1.

  • Toxische Menschen beginnen oft Streit, wo ein einfaches GesprĂ€ch die Sache schnell aus der Welt geschafft hĂ€tte.
  • Toxische Menschen sind oft verbohrt, uneinsichtig und unbelehrbar. Die Sichtweise des GegenĂŒbers interessiert sie einfach nicht.

SchuldgefĂŒhle sind ihnen fremd. Sie selbst haben Recht, die anderen Unrecht.

  • Toxische Menschen sind hĂ€ufig grenzĂŒberschreitend und ĂŒbergriffig. Sie tun Dinge, die ihnen einfach nicht zustehen und zu denen sie kein Recht haben.
  • Ein toxischer Mensch hat oft konkrete Erwartungen an dein Verhalten oft ohne diese konkret auszusprechen. HĂ€ltst du dich nicht an diese Erwartungen, wirst du dafĂŒr bestraft.
  • Ein toxischer Mensch setzt dich emotional unter Druck. Er versucht dir SchuldgefĂŒhle zu machen. 
  • Ein toxischer Mensch lĂŒgt, um seine Interessen durchzusetzen. Er lĂ€sst Informationen weg, dichtet welche hinzu oder er streut gezielt GerĂŒchte.

Sie manipulieren andere Menschen, um ihre Interessen eigenen durchzusetzen. Dies tut er so intensiv, dass wir hier von einer Pseudologie sprechen.

  • Er verhĂ€lt sich hĂ€ufig eifersĂŒchtig und missgĂŒnstig. Kann anderen den Erfolg nicht gönnen.
  • Ein toxischer Mensch nimmt selten RĂŒcksicht auf andere Menschen, deren BedĂŒrfnisse und GefĂŒhle.

👉 Eine kleiner Toleranzgedanke: Wir alle sind nicht perfekt!

Niemand kann bestreiten dass er nicht auch negative Anteile hat. Wir alle sind von Zeit zu Zeit in geringem Maße „toxisch“. Bei einem durch und durch toxischen Menschen reden wir aber dann wenn er – vergleichbar mit einer Persönlichkeitsstörung in der Psychotherapie – in dem System komplett verfangen ist. Sein Verhaltensmuster ist ĂŒberwiegend (!) toxisch und geht selten ins Positive ĂŒber.

Kann ich mich vor toxischen Menschen schĂŒtzen?

Diese Frage hat absolut ihre Daseinsberechtigung, denn der Umgang mit solchen toxischen Menschen stellt auch abgebrĂŒhte Profis wie Psychotherapeuten, Psychiater, Coaches und Mediatoren vor große Herausforderungen. Darum gilt: spĂ€testens, wenn man beginnt, die eigene Wahrnehmung infrage zu stellen, sollte man sich den Expertenrat und professionelle UnterstĂŒtzung einholen. Dies tun auch die o.g.. Profis welche sich regelmĂ€ĂŸig durch Supervisoring von Kollegen auf Augenhöhe ihre Wahrnehmung zu speziellen FĂ€llen reflektieren lassen. 

Kann man auch selber etwas tun? Ja! Schutz und zur StĂ€rkung erhĂ€lt man bereits durch das Wissen darĂŒber, wie toxische Menschen ticken. Schon Volker Pispers sagte hĂ€ufig: „Wenn du weißt wer Dein Feind ist, dann hat der Tag Struktur.“ Dieses Wissen ist die beste Grundlage dafĂŒr, Handlungsstrategien zu entwickeln um den Umgang mit ihnen derart zu gestalten, dass man langfristig keinen Schaden nimmt.

Jedoch ist dies nicht immer von Erfolg begleitet. Manchmal ist der Fall dermaßen schwerwiegend, das nur noch auf Distanz gehen wirklich Hilfe gibt. Was aber, wenn Distanz – z.B. aufgrund eines bestehenden Arbeits- bzw. FamilienverhĂ€ltnisses – nicht möglich ist?

👉 Hier ein paar Tipps aus der Praxis:

Toxische Menschen sind nicht in der Lage, sachliche Argumente in Bezug auf deren Verhalten anzuhören und zu evaluieren.

Darum, setze und verteidige deine eigenen Grenzen. Es ist wichtig, eindeutig und klar, die eigene Position und Sicht auf die Dinge kenntlich zu machen. Lasse dich hierbei z.B. durch Coaching darin unterstĂŒtzen, dies bewusst und eigenstĂ€ndig zu tun. Dies darf nicht dem Zufall ĂŒberlassen werden indem man erst bei einer Attacke des Vorgesetzten handelt. In einer ruhigen Minuten proaktiv dem Chef seinen Standpunkt vertreten ist vielfach effektiver.

„Ego semper recta“ – Latein: „Ich habe immer recht“

Mit einem toxischen Menschen in eine Diskussion zu treten ist, wie in eine laufende KettensĂ€ge zu greifen. Man kann nur verlieren. Diese haben das Recht fĂŒr sich gepachtet. Selber Unrecht zu haben kommt in ihrer Gedankenwelt nicht vor. Ähnlich einem Narzissten mĂŒsste diese Person dann ja ihr eigenes Handeln hinterfragen. Dann wĂ€re die Gefahr groß, dass der vorgehaltene Spiegel auf Fehler hinweist. Diese Krise wĂ€re zu viel fĂŒr solche Menschen und darum wird sie alles tun, um so etwas zu verhindern Einen Kampf mit einem toxischen Menschen kann man nicht gewinnen. Jeder Kampf mit einer solchen Person fĂŒhrt nur zu einer Eskalation der Situation.

Was aber kann man stattdessen tun? Wir alle haben unsere eigene WĂŒrde. Diese WĂŒrde bildet sich aus unserem Selbstbild und unseren inneren Werten den sogenannten „Basic beliefs“ Wenn wir uns an diesen orientieren geht unser Blick weg von dem toxischen Verhaltensmuster hin zu einem gesunden und selbstaufbauenden Verhalten. – Sehr viel Kraft kann in diesem Falle ein GesprĂ€ch mit einem Mediator / Coach geben, welcher in der Transaktionsanalyse bewandert ist. „Ich bin ok – Du bist ok“ ist ein lohnenswertes Ziel und eine Sichtweise um toxischen Umgebungen zu entfliehen.

Du bist nicht Schuld am Verhalten eines toxischen Menschen! Unsere Welt wird immer voller mit Narzissten, Perfektionisten, Psychopathen und Neurotikern. Dies ist aber nicht Deine Schuld! Mit ein wenig Fatalismus „Es ist so wie es ist“ befreie Dich von dem GrĂŒbeln nach dem Warum. Unsere menschliche Psyche ist eine hochkomplexe Apparatur ĂŒber welche sogar die Spezialisten immer wieder Neues und Bahnbrechendes lernen.

  • Darum ist es viel effektiver, wenn Du dich auf dich selbst und Deine eigenen Ressourcen
  • StĂ€rke Dich und dann wird sich auch Deine Umgebung – ganz wie es die systemische Therapie jeden Tag zeigt – auf Dich einstellen. 

Weiteren Aufschluss ĂŒber das Thema Persönlichkeitsstrukturen findest Du in meinen BeitrĂ€gen ĂŒber Narzissmus. Meine Artikel Narzissmus Überblick, Narzissmus und Mediation, Narzissmus im Management und Regeln im Umgang mit Narzissten sind ebenfalls sehr aufschlussreich fĂŒr den Umgang mit toxischen Menschen.

Epilog

Toxische Menschen sind Gift fĂŒr unseren Selbstwert. Der Umgang mit ihnen fĂŒhrt zu Burnout, (welche fĂ€lschlicherweise mit Depression in Verbindung gebracht wird, sich jedoch durch den Zynismus des Betroffenen von einer Depression unterscheidet) Depression, schweren Traumata und als Folge all dessen: körperlichen Erkrankungen.

Wenn es toxische Menschen gibt, dann gibt es aber auch deren Gegenteil – den Philanthropen / Altruisten. Suchen Sie die Gesellschaft solcher Menschen und  verbannen Sie toxische Menschen konsequent aus Ihrem Leben.

Zum Schluss noch ein wichtiger Tipp: Menschen mit Humor sind eine große Kraftquelle! Humor ist in der Psychotherapie auf gleicher Augenhöhe wie die Transzendenzen, die GesprĂ€chstherapien und die Pharmazie.  

“Narzissmus verstehen”

Hör auf, mit dem Narzissten zu kĂ€mpfen und fang an, mit ihm zu tanzen!”

In diesem Buch zeige ich – Marcus JĂ€hn – dass Narzissmus eine Bindungsunreife und keine Krankheit ist. In acht aufeinander folgenden Kapiteln wird systematisch aufgezeigt, was Narzissmus ist, wie man sich gegen einen Narzissten wehrt und vor allem: wie ein Leben NACH dem Narzissten wieder möglich ist. 

Dieses Buch soll kein Feindbild zeichnen, sondern einen Weg zur inneren Freiheit schaffen. Die Botschaft lautet: Du kannst den Narzissten nicht heilen. Aber du kannst aufhören, deine Lebenskraft an ihn zu verlieren. „Narzissmus verstehen“ ist damit kein Ratgeber im klassischen Sinn – sondern ein psychologisches Selbstschutz-Manifest. Ein Buch, das nicht nur erklĂ€rt, sondern heilt – indem es Bewusstsein schafft.

Wenn du das Buch bis zum Ende gelesen hast, wirst du spĂŒren, wie deine Energie zu dir zurĂŒckgekehrt ist. Du bist nicht lĂ€nger Zuschauer im Drama eines anderen, sondern ab jetzt die Hauptfigur deines eigenen Lebens. Verstehen ist der erste Schritt zur Freiheit. Und manchmal ist ein schlichtes, liebevolles „Nein“ die grĂ¶ĂŸte Form von Selbstliebe.

Möge der Tanz mit dem Narzissten beginnen! 😉

👉 Hier geht es zum Buchtitel

Narzissmus – Lassen Sie uns miteinander ins GesprĂ€ch kommen. 

Marcus JĂ€hn Werde wieder stark durch CoachingEs sind viele Bereiche, die wir ansprechen können: Angefangen vom Umgang Borderline oder einer anderen belastenden Störung, aber auch ĂŒber Future Faking, Love Bombing und Gaslighting die immer hĂ€ufiger in unsere Gesellschaft zu beobachten sind. 

  • Was ist das eigentlich, eine Persönlichkeitsstörung, ein Perfektionismus, ein Spaltung oder eine GegenĂŒbertragung?
  • Kann ich trotz Borderline oder Narzissmus eine stabile Partnerschaft aufbauen und damit ĂŒber Jahre hinweg leben? 
  • Ist eine Kommunikation mit einem Borderliner möglich? Wie hilft hier die U.M.W.E.G.-Methode©? 
  • Kann ich meine Bindungsangst oder Verlustangst irgendwann einmal kontrollieren?
  • Was kann ich tun, wenn ich mich gerade in einer Trennung befinde, oder kurz davor bin?


Ich möchte aber nicht nur ĂŒber Fragen sprechen, sondern auch praxisgerechte Lösungen anbieten:

  • Eine humorvoll und spielerisch – ja fast tĂ€nzerisch – eingesetzte Gewaltfreie Kommunikation in Kombination mit der von mir entwickelten 
  • U.M.W.E.G.-Methode© und nicht zuletzt die Transaktionsanalyse als Sprachkonzept können helfen, auch in schwierigen Situationen noch kĂŒhlen Kopf zu bewahren. 

Buchen Sie sich einfach auf meinem Online-Kalender ein Zeitfenster oder nutzen Sie mein klassisches Kontaktformular um mit mir in Verbindung zu treten. Ich freue mich auf Sie. Ihr Marcus

Marcus JĂ€hn Meine Buchempfehlung zu diesem Thema

Respekt und Humor – ein unterschĂ€tztes “Medikament” in der Psychotherapie”

Humor ist “eine heitere Gelassenheit gegenĂŒber den Fehlern des anderen und besonders auch den eigenen Fehlern gegenĂŒber.”

Wusstest Du, dass Humor zur Differentialdiagnostik zwischen Dissoziation und Psychose eingesetzt wird? 

Humor ist eine starke Mentalisierungshilfe, denn Humor und gemeinsames Lachen sind eine Form von Mentalisierung. 

Humor ist ein Regulativ in der therapeutischen Beziehung, denn schließlich arbeiten Therapeuten oft an den inneren Eltern und den inneren Kindern. 

“Wenn in Afrika ein Mensch stirbt, dann stirbt eine Bibliothek” Ein wunderbarer Gedanke, der die Wichtigkeit der Menschlichkeit in unseren Therapien aufzeigt. 

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